Berühmte Personen

Count Wolfgang II. von Hohenlohe-Weikersheim

Graf Wolfgang II. von Hohenlohe-Weikersheim (1546-1610)

Er erhielt nach Erbteilungen und Besitzveränderungen 1595 einen Teil des Landes und verlegte seine Residenz von Langenburg nach Weikersheim. Dem Renaissancefürsten reichte die bestehende Wasserburg nicht mehr, er verlangte nach einer repräsentativen Residenz und beauftragte den niederländischen Architekten Georg Robin mit der Planung des Schlossneubaus und veranlasste auch die Anlage des Gartens an der Südseite des Schlosses. Mit Wolfgang II. beginnt die Blütezeit von Schloss Weikersheim. Allerdings bleibt der ursprüngliche Schlossplan ein Torso, der Graf bewohnt weiterhin Räume in der alten Burg.

Gräfin Magdalena

Gräfin Magdalena von Nassau-Oranien (1547-1633)

Sie war eine Schwester Wilhelms von Nassau-Oranien, dem Führer des niederländischen Unabhängigkeitskampfes. Die Vorliebe Wolfgangs II. für den Niederländer Robin rührt vielleicht von der Abstammung seiner Frau aus den Niederlanden her. Magdalena, eine gebildete Frau, führte mit Wolfgang II. eine glückliche Ehe und gebar sechs Söhne und acht Töchter. Sie übernahm Verwaltungsaufgaben am Hof, betreute die Schlossapotheke und verfasste medizinische Rezepte, eine solche Sammlung hatte schon ihre Schwiegermutter begonnen. Magdalena war freigiebig im Geben von Geld, Nahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten für Arme und Bedürftige.

Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim

Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645)

Er führte die Arbeiten des Vaters Wolfgang II. am Schloss nur halbherzig weiter und kümmerte sich vor allem um die Erweiterung und Neuausstattung der Stadtkirche St. Georg.
Sein Engagement im Dreißigjährigen Krieg auf böhmisch-protestantischer Seite unterbrach die Bauarbeiten und führte zur Plünderung von Schloss und Stadt nach der Schlacht bei Nördlingen. Georg Friedrich musste 1634 sein Territorium an den Deutschen Orden abtreten.

Graf Siegfried (1619-1684)

Der Neffe Georg Friedrichs erhielt im Westfälischen Frieden Weikersheim zurück und setzte die Bautätigkeiten am Schloss fort. Unter seiner Regentschaft wurde der stadtseitige Schlossflügel ausgebaut und der Marstall errichtet, daraus entstand die geglückte städtebauliche Verknüpfung von Schloss und Stadt Weikersheim.

Graf Carl Ludwig von Hohenlohe

Graf Carl Ludwig von Hohenlohe (1674-1756)

Sein voller Titel lautete Graf von Hohenlohe und Gleichen, Herr zu Langenburg und Cranichfeld. Nach der Ausbildung erhielt Carl Ludwig ein Offizierspatent. 1702 nahm er als junger Offizier am Spanischen Erbfolgekrieg teil. Sein älterer Bruder Johann Ernst und sein Vater starben noch im gleichen Jahr. Carl Ludwig gab die militärische Laufbahn auf und übernahm die Regierung. Nach seinem Einzug in Weikersheim 1709 begann Carl Ludwig, das Schloss zur Residenz auszubauen und einzurichten. Der Barockfürst sorgte für die Herstellung der axialen Verbindung von Schloß mit der Stadt und ließ die Arkadenbauten zum Marktplatz hin errichten.Auch der bis heute nahezu unverändert bestehende Schloßgarten mit seiner Orangerie ist sein Werk.
Von ihm hieß es: „Herr Graff Carl Ludwig hat das bauen sehr geliebt, und sich in dieser Kunst ausnehmend wohl geübt.“ 1752 konnte er sein 50. Regierungsjubiläum feiern.

Elisabeth Friedrike Sophie Prinzessin von Oettingen

Elisabeth Friedrike Sophie Prinzessin von Oettingen (1691-1758)

Prinzessin Elisabeth Friederike Sophie von Oettingen-Oettingen stammte aus fürstlichem Haus und erhielt bis ins 21. Lebensjahr eine sorgfältige Erziehung. Repräsentative Ideen zur Gestaltung von Schloss und Garten können sehr wohl durch sie und ihre Verbindungen nach Weikersheim gekommen sein. Die Tochter Albrechts II. von Oettingen, dem Erbauer von Schloß Schrattenhofen, regte den Bau der Orangerie in Weikersheim an. Mit ihrer Mitgift brachte Elisabeth Friederike Sophie wertvolle Bücher und kostbare Kunstgegenstände mit.

Graf Albrecht Ludwig Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim

Graf Albrecht Ludwig Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1716-1744)

Albrecht Ludwig Friedrich war in der Nacht vom 1. Juli 1744 auf dem Weg zum Carlsberg und verunglückte tödlich. Der furchtbare Sturz vom Pferd hatte weit reichende Auswirkungen: Der junge Graf war der letzte Erbe der Weikersheimer Linie, denn aus seiner eigenen Ehe mit Christiane Louise waren bis dahin keine Kinder hervor gegangen. Die Herrschaft Weikersheim ging also nach dem Tod Carl Ludwigs 1756 an die Linie Öhringen über, Schloss Weikersheim verlor seine Bedeutung als Residenz.

Graf Ludwig Friedrich Carl von Hohenlohe-Neuenstein

Graf Ludwig Friedrich Karl Fürst zu Hohenlohe-Neuenstein-Öhringen (1723-1805)

Ludwig Friedrich Karl war der Sohn von Carl Ludwigs jüngerem Bruder Johann Friedrich, der in Öhringen regierte und 1764 in den Fürstenstand erhoben wurde. Da Graf Carl Ludwig ohne Erben starb, endete mit seinem Tog die Linie Hohenlohe-Weikersheim. Das Schloss ging 1756 an den Neffen über. Weikersheim wurde von der Fürstenfamilie gelegentlich als Sommersitz genutzt. Die Räume blieben daher nur geringfügig unverändert erhalten. Lediglich ein Appartement im zweiten Stock des Langenburger Baus ließ der Ludwig Friedrich Karl 1767 mit roten Wandbespannungen und stuckierten Decken sowie Möbeln im Rokoko-Stil neu einrichten.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook