Die Haushofmeisterin

 

Haushofmeisterin

Die Haushofmeisterin war eine der wichtigsten Personen am fürstlichen Hof. Ihre Aufgaben bestanden zunächst in der Leitung der fürstlichen Hauswirtschaft, daneben war sie häufig auch persönliche Beraterin der Fürstin. In ihrer Funktion als Aufseherin über das gesamte Hauswesen war die Haushofmeisterin die Vorsteherin aller Mägde des Hofes. Oftmals war die Haushofmeisterin auch die Gattin des Haushofmeisters.
Das Hofmeisteramt gewann im 15. Jahrhundert nach und nach die Bedeutung eines Staatsamtes, und der Hofmeister entfaltete schließlich an den deutschen Fürstenhöfen nahezu die Wirksamkeit eines Haus- und Kabinettsministers.
Auch am Weikersheimer Hof zu Zeit Graf Carl Ludwigs gab es einen Hiashofmeister. Im Bestallungsbuch von 1726 wird ein „von Gemmingen“ genannt und im Cammer-Cassa-Buch von 1739/40 ein „von Schleinitz“. Ihr besondere Stellung am Hof zeigt sich auch darin, dass ihnen ein eigener Laquay zur Verfügung stand.

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