Die Hofgärtnerin

 

Hofgärtnerin

Die Anstellung des Hofgärtners am Hof wurde oft innerhalb der Familie vererbt. Sie wohnten meist in einem gehobenen, möblierten Hofgärtnerhaus direkt an dem von ihnen betreuten Garten. Zur Ausbildung eines Hofgärtners gehörten Bildungsreisen zu besonders aktuellen und wichtigen Gartenanlagen im In- und Ausland. Der Hofgärtner besaß die Fähigkeiten, die denen eines heutigen Landschaftsarchitekten am nächsten kommen. Bei besonderen Angelegenheiten hatten die Hofgärtner direkten Zugang zum Regenten und mussten stets bereit sein die Wünsche ihres Dienstherrn zu erfüllen. Die tatsächliche Anlage und Pflege des Gartens übernahm häufig weiteres Dienstpersonal.

Für Weikersheim nennt das Cammer-Cassa-Buch von 1739/40 drei Gärtnergesellen und einige Gartentaglöhner. Als Hofgärtner war seit 1703 Caspar Pich in Weikersheim unter Vertrag. Dieser hatte zuvor bei  Fürstbischof Lothar Franz zu Schönborn in Gaibach gearbeitet. Ihm oblag es „nicht nur den neu angelegten Blumen – und LustGartten, sondern auch den Küchengarten bald in guten und volligen Stanndt zu versetzen“. Wer die Nachfolge von Pich übernahm, der im Jahr 1718 Weikersheim bei Nacht und Nebel verließ, ist  unklar. In der Bestallungsliste des Cammer-Cassa-Buches sind ab 1739/ 40  die Hofgärtner Struther, der bald ersetzt wurde durch Seyferth, Seherer und Meyer erwähnt.

Was die Hofgärtner von Weikersheim geleistet haben, können die Besucher an den historischen Darstellungen im Weikersheimer Schloss bewundern und natürlich an der Gartenanlage selbst.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook