Die Kammerzofe mit Schlosshündchen

 

Kammerzofe

Höflichkeit und Ehrerbietigkeit gegenüber ihrer Herrin war oberstes Gebot der Kammerzofe. Mit ganzem Herzen und ganzer Seele musste sie der Gräfin bzw. der Herzogin oder Fürstin ergeben und zugetan sein und ihr stets die Wahrheit sagen. Zurückhaltung, keine unpassende, ausgelassene Heiterkeit oder gedankenlose Bemerkungen gehörten ebenso dazu wie die Führung einer angenehmen Konversation.

Der Gräfin Elisabeth Friederike Sophie standen zwei Kammerzofen zu ihrer persönlichen Verfügung. Die beiden adeligen „Fräuleins“, die zur Unterhaltung der Gräfin am Weikersheimer Hofe lebten hatte jeweils nur eine Kammerzofe.

Eine Zofe hatte ihrer Herrin bei der Morgentoilette zu helfen und diese beim Auswählen und Anlegen von Schmuck und Kleidern zu beraten. Die Bereitstellung des Gedecks bei Tisch, das Auftragen der Speisen, die Bedienung beim Essen waren typische Zofenaufgaben, ebenso wie das Planen und Organisieren von Feierlichkeiten. Helfen beim Nähen von Kleidungsstücken oder Wandbehängen war selbstverständlich.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook