Wasserkunst und Götterreigen – Der herrschaftliche Schlossgarten

Blick in die Ausstellung "Wasserkunst und Götterreigen"

Rechtzeitig zum Gartenjubiläum erwartet die Besucher ein neues Angebot: Eine neue Dauerausstellung über den Weikersheimer Schlossgarten dokumentiert dessen Geschichte und stellt die Vielfalt der gartenkünstlerischen Elemente dar, aus denen der Garten gestaltet ist.

Moderne Ausstellungselemente führen in verschiedene Themen ein. Die optisch hervorgehobene Einführung in das jeweilige Thema ermöglicht einen individuellen Rundgang durch die Ausstellung.

Blick in die Ausstellung "Wasserkunst und Götterreigen"

Neben einem mit historischen Plänen und zahlreichen Abbildungen aufgelockerten chronologischen Überblick über die Gartenentwicklung werden Themenbereiche wie Pflanzen im barocken Garten, der einzigartige Bestand der Gartenfiguren, die Wasserkunst im Garten und das prächtige Orangeriegebäude sowie die Nutzung des Gartens als herrschaftlicher Lustgarten erläutert.

Ausstellung "Wasserkunst und Götterreigen"

Interaktive Elemente geben dem Besucher die Möglichkeit, sich anhand historischer Pflanzendarstellungen, deren Farb- und Detailtreue jeden faszinieren wird, über typische Pflanzen im Barockgarten, die damals gesammelten Orangeriepflanzen und weniger bekannte Gartenbereiche näher vertraut zu machen. Für die Bebilderung der Themen wurden vielfach die 1712 im Weikersheimer Rittersaal gemalten Ansichten von berühmten französischen und deutschen Schlössern sowie damals beliebter Kübelpflanzen eingesetzt, die die Zeitstufe der Entstehung des Gartens widerspiegeln. Zu den ausgewählten Exponaten gehören heute wie früher gebräuchliche Gartengeräte, Überreste alter Wasserrohre und Grabungsfunde aus dem Pavillon mit Grotte, der sich im unteren Gartenbereich befindet.

Die Ausstellung findet in den beiden Orangerieflügeln ihre Fortsetzung. Informiert wird hier über die Überwinterung der Pflanzen, über die Sammlungen von Orangeriepflanzen und deren Kultivierung.

Element der Ausstellung "Wasserkunst und Götterreigen"

Der Abdruck eines Weikersheimer Pflanzeninventars von 1745 läßt erahnen, welche vielfältigen Gewächse und Pflanzenmengen Graf Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim, der den Weikersheimer Garten anlegen ließ, damals bereits in seiner Orangerie versammelt hatte. Seit ihrer Wiederherstellung 1997 erfüllt die Orangerie nun wieder ihren eigentlich Zweck. Während der kalten Jahreszeit werden hier die frostempfindlichen klassischen Orangeriepflanzen wie Zitrusgewächse, Lorbeer oder Granatapfel überwintert, die sommers den Bereich vor der Orangerie schmücken.

Weitere Informationen zu Weikersheim
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook