Als Graf Carl Ludwig von Hohenlohe Weikersheim im Jahre 1756 verstarb, erlosch gleichzeitig die Linie Hohenlohe-Weikersheim, da sein einziger direkter Erbe bereits 1744 bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen war. Das Weikersheimer Schloss ging daher an Ludwig Friedrich Carl Fürst zu Hohenlohe-Neuenstein-Oehringen (1723-1805), den Neffen Graf Carl Ludwigs, über. Zu Lebzeiten hatte der Graf und seine Frau mit dem Fürsten eine sehr familiäre Beziehung gepflegt
Fürst Ludwig und seine Familie nutzten das Anwesen jedoch nicht als ständigen Wohnsitz, sondern residierten dort nur in den Sommermonaten. Die Ausstattung der Räume wurde so gut wie nicht verändert. Lediglich ein Appartement im zweiten Stock des Langenburger Baus, das Hintere Appartement, ließ der Fürst 1767 mit roten Wandbespannungen und stuckierten Decken sowie Möbeln im Rokoko-Stil neu einrichten. .
Nach dem Tod des Fürsten fiel das Schloss den Linien Kirchberg und Langenburg zu. 1831 gelangte es in den Besitz des Fürsten Ernst von Hohenlohe-Langenburg (1794-1860). Er bewohnte das Schloss Weikersheim aber nur gelegentlich zur Erholung und zum Jagen. Gegen 1835 ordnete Fürst Ernst umfangreiche bauliche Maßnahmen an: in die große Tafelstube, in der zu Graf Carl Ludwigs Zeiten die Herrschaft zu speisen pflegte, wurde eine Wand eingezogen. Die vordere Raumhälfte bildete das Vorzimmer zum Rittersaal. Der rückwärtige Teil des Raums erhielt eine neue Ausstattung mit Biedermeiermöbeln und diente später noch Fürst Hermann von Hohenlohe- Langenburg (1832-1913) als Wohn- und Schlafzimmer.
Ab Ende der 1860er-Jahre verfiel das Schloss in einen Dämmerschlaf. Es war kaum noch bewohnt und nur die notwendigsten Reparaturen wurden ausgeführt.
Der letzte adlige Bewohner von Schloss Weikersheim war Prinz Constantin zu Hohenlohe-Weikersheim (1893-1973). Mit Hingabe widmete er sich der Geschichte und Kultur seiner neuen „alten“ Heimat: Seine Sorge galt besonders dem historischen Baubestand und dem Inventar der fürstlichen Schatzkammer. Durch Restaurierungen und Instandsetzungen sicherte er Schloss und Ausstattung für die Zukunft.
Schloss Weikersheim gehört seit 1967 dem Land Baden-Württemberg und wird betreut vom Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Referat Staatliche Schlösser und Gärten. Seither arbeitet man beständig an der vielfältigen Restaurierung von Schloss, Schlossgarten und Ausstattung. Der Tatsache, dass das Schloss seit dem Tod Graf Carl Ludwigs im Jahre 1756 nie mehr als ständige Residenz genutzt worden war, verdankt man es heute, dass sich die Residenz nach wie vor als barockes Kleinod präsentiert.