Darstellungen mit weiblichen Köpfen, Fruchtbuketts sowie Medaillons mit Putten und Musikinstrumenten zieren die 77 cm breiten Tafeln. Zwischen Mai 1714 und April 1715 entstanden die bunten Ölmalereien auf dem schlichten 190 x 308 cm großen Holzparavent.
Christian Thalwitzer aus Crailsheim war von 1709 bis 1733 in Weikersheim tätig. Er führte die Aufträge zusammen mit seiner Frau Sibylla Dorothea sowie einem Gesellen und einem Lehrjungen aus. Die Löhne wurden mit Geld, Brot und Wein pro Arbeitstag berechnet.
Die Thalwitzer Werkstatt erledigte das Streichen von Fensterläden genauso wie Marmorieren und die Bemalung von Vertäfelungen. Von ihren zahlreichen Lambrisbemalungen im Weikersheimer Schloss stellen die im Rittersaal zweifellos ihr Hauptwerk dar. Daneben renovierten sie in der Weikersheimer Stadtkirche die beiden Altäre und die Kanzlei. Sybilla Dorothea arbeitete als Vergolderin, zum Beispiel an Kutsche oder an den Ornamenten und Wappen. Thalwitzer lieferte Zeichnungen von Blumen und Laubwerk auf Papier oder Stoff zur Herstellung von gestickten Kleidern und Möbelbezügen. zurück