Der barocke Schlossgarten

Darstellung des Gartens von Christian Thalwitzer

Der Lustgarten von Schloss Weikersheim ist ein hervorragendes Zeugnis deutscher Gartenkunst. Ab 1708 wurde er unter Graf Carl Ludwig von Hohenlohe in den typischen Formen des Hochbarock angelegt.

Herkulesbrunnen

Von den einst vielfältigen Wasserspielen haben sich wesentliche Teile erhalten. Das Rundbassin Im Achsenkreuz zeigt Herkules im Kampf mit dem Drachen Ladon, eine Anspielung auf den Hesperidengarten. Den Abschluß der Mittelachse bildet ein großes, querovales Spiegelbassin.

Figuren im Schlossgarten

Ein umfangreiches Figurenprogramm, noch annähernd vollständig erhalten, gliedert den Garten und dient der ikonografischen Verherrlichung Carl Ludwigs und seiner Regierung. Neben der Personifizierung der Jahreszeiten, Elemente und Planeten und anderer antiker Gottheiten findet sich auch das Hofpersonal, das von der Balustrade des Schlossgrabens aus dem Treiben der Götter zuschaut.

Schlossgarten mit Pavillo und Grotte

An der Nordseite wird der Garten durch das Gärtnerhaus (1710) und das Gewehrhaus (1717) begrenzt. Die südlichen Eckpunkte sind durch den Vogelpavillon bzw. den Grottenpavillon begrenzt.

Schlossgarten mit Blick auf die Orangerie

Einen Höhepunkt erfährt der Garten mit der 1719-23 erbauten Orangerie, die Belvedere und Triumphbogenarchitektur zugleich, einst dem Reiterstandbild Carl Ludwigs den Rahmen gab. 1997 wiederhergestellt, beherbergt sie im Winter die Citrussammlung des Orangerieparterres.

 

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook