1156 |
werden die Herren von Weikersheim erstmals urkundlich erwähnt. Sie errichten eine Wasserburg, von der Teile des Bergfrieds heute noch existieren. |
1586 |
erhält Graf Wolfgang II. nach Erbteilungen und Besitzveränderungen einen Teil des Landes und verlegt seine Residenz nach Weikersheim. Er beauftragt den niederländischen Architekten Georg Robin mit der Planung eines Schlossneubaus, der ein gleichseitiges Dreieck als Grundriss vorsah. |
1595-98 |
wird der südliche Schlossflügel (Saalbau) mit Rittersal und Schlosskapelle errichtet. Außerdem beginnt man mit dem Bau des Westflügels, der jedoch unvollendet bleibt. |
um 1600 |
legt man einen Garten an der Südseite des Schlosses an. Die Weikersheimer Stadtkirche St. Georg wird erweitert und neu ausgestattet. |
1643 |
wird das Schloss infolge des Dreißigjährigen Krieges ausgeplündert und Graf Georg Friedrich muss sein Territorium an den Deutschen Orden abtreten. Graf Siegfried setzt die Bautätigkeit fort. |
1679-84 |
lässt Graf Siegfried den Ostflügel (Langenburger Bau) ausbauen und einen Marstall nach Plänen von Paul Platz aus Belfort mit Durchfahrt zum Schloss errichten. |
1708-12 |
erfolgt der Innenausbau des Langenburger Baus zu Appartements, die heute im wesentlichen noch in diesem Zustand erhalten sind. Außerdem errichtete man die Brücke über den Schlossgraben. |
ab 1708 |
wird der Garten unter axialer Einbeziehung des Saaltraktes neu angelegt. |
um 1710 |
errichtet man das Gärtner- und Gewehrhaus an der Gartenfront des Schlosses und die beiden Pavillons an den Außenecken des Gartens. Außerdem wird der Weikersheimer Marktplatz angelegt. |
1719-21 |
entsteht die Orangerie als architektonische Begrenzung des Gartens. |
1727 - 36 |
lässt Carl Ludwig auf einem bewaldeten Höhenrücken vor der Stadt das Jagd- und Lustschlösschens Carlsberg nach den Plänen des Baumeister Johann Christian Lüttich aus Öttingen errichten. Die Anlage bestand aus einem zweigeschossigen Hauptgebäude mit einem großen Saal und mehreren reich ausgestatteten Appartements sowie vier umliegenden Pavillons, bezeichnet als Küchen-, Kavaliers-, Fräulein- und Gärtnerbau. Ein Großteil der Anlage wurde bereits im späten 19. Jahrhundert abgerissen. Erhalten blieben das „Gelbe Haus“ und ein weiterer als Forstmuseum genutzter Pavillon. |
1729 |
baut man eine Steinbrücke in den Garten, als Ersatz für die alte Holzbrücke. Die beiden viertelkreisförmigen Arkadenbauten als Rentamt und Wachhäuser vervollkommnen die urbanistische Beziehung zur Stadt. |
1756 |
stirbt Graf Carl Ludwig ohne Erben: das Schloss wurde als Nebenresidenz belassen. Es wird in der Folge nur noch selten benutzt und dadurch nahezu unverändert bis in die Gegenwart erhalten. |
1763/64 |
arbeitet Johann Andreas Sommer den Hofbrunnen und den Marktbrunnen. |
1806 |
fällt das Fürstentum Hohenlohe als größtes weltliches Gebiet zu großen Teilen an das neu gegründete Königreich Württemberg |
1945-73 |
lebt Prinz Constantin zu Hohenlohe-Langenburg in Schloss Weikersheim und sorgt für den Erhalt der Innenausstattung. |
1967 |
verkauft das Haus Hohenlohe-Langenburg Schloss Weikersheim an das Land Baden-Württemberg. |