Schatzkästchen der Renaissance und des Barock

Schloss und Schlossgarten Weikersheim

EIN IDEALER BAROCKGARTEN VOLLER SCHÄTZE

DIE ANLAGE

Im Schlossgarten von Weikersheim ergänzen sich, typisch für einen Barockgarten, Regelmäßigkeit, Symmetrie und reiche Vielfalt. Buchshecken rahmen bunt blühende Rabatten, Kübelpflanzen und Sandsteinfiguren setzen Akzente. Krönender Abschluss des Gartens ist die Orangerie.

Treppenaufgang mit Pflanzenkübel, Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Der Garten ist als Fortsetzung des Schlosses angelegt.

FESTSÄLE IM FREIEN – DAS GRÖSSTE PROJEKT DES GRAFEN

Dem Grafen Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim war der Garten so wichtig, dass er gleich nach seinem Regierungsantritt 1708 die notwendigen Aufträge an Handwerker und Künstler vergab. Der Garten war nichts anderes als eine Fortsetzung des Schlosses im Grünen und bot Festsäle im Freien. Die perfekte Form, die die Natur bekommen hat, signalisiert: Der Herr des Gartens herrscht über alles – auch über die Natur.

Besucherinnen am Wasserbecken, Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Wasserbecken vor der Orangerie.

FUNKELNDE BRUNNEN UND BASSINS SPIEGELN DEN HIMMEL

Der Schlossgarten von Weikersheim ist reich dekoriert und ausgestattet. Das ist typisch für einen barocken Schlossgarten. Spiegelnde Wasserflächen und lebendige Springbrunnen gehören dazu. In Weikersheim konnten die Becken, die im Lauf der Jahrhunderte verloren gegangen waren, nach und nach durch archäologische und historische Untersuchungen wieder hergestellt werden. Besonders effektvoll ist das große Bassin am Ende des Gartens: Seine Wasserfläche spiegelt die Orangerie.

Den idealen Weikersheimer Barockgarten hielten Maler im Rittersaal fest.

Personifikation des Wasser, Statue, Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Die Personifikation des Wassers.

DER GRAF UND DIE ANTIKEN GÖTTER

Weikersheim ist berühmt für die vielen originalen Figuren aus dem 18. Jahrhundert. Die Sandsteinskulpturen spielen auf die Götter- und Sagenwelt der griechischen und römischen Antike an. Wer damals zur vornehmen Gesellschaft gehörte, konnte diese Anspielungen lesen und deuten. Graf Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim verglich sich wie alle Herrscher des Barock mit den Göttern und Helden der Antike. Ein ungewöhnlicher Kontrast dazu sind die berühmten Zwerge des Schlossgartens.

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