Schatzkästchen der Renaissance und des Barock

Schloss und Schlossgarten Weikersheim

EIN LANDESHERR UND SEIN APPARTEMENT

DIE WOHNRÄUME

DES GRAFEN

Die vornehmsten Räume in Schloss Weikersheim sind die Wohnräume des Grafen Carl Ludwig und seiner Gattin Elisabeth Friederike Sophie. Stuckmarmor und goldbelegte Ledertapeten, eingelegte Böden und kostbare Möbel zeigen, dass hier der Landesherr und seine Frau residieren.

Audienzzimmer der Gräfin, Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Das Audienzzimmer der Gräfin.

GRAF CARL LUDWIG ALS ANSPRUCHSVOLLER BAUHERR

Gleich nach seinem Regierungsantritt 1708 befahl Graf Carl Ludwig, am Schloss weiterzubauen. Er ließ den zur Stadtseite gewandten Schlossflügels fertigstellen, den sogenannten Langenburger Bau. Hier entstanden unter der Leitung des Stadtbaumeisters Johann Jacob Börel aus Esslingen im ersten und zweiten Obergeschoss vier gleiche Appartements.

GETRENNTE SCHLAFZIMMER FÜR DAS GRÄFLICHE PAAR

Wie wohnten vornehme Herrschaften im Barock? Ein Appartement hatte eine festgelegte Abfolge von Räumen: Vorzimmer, Empfangsraum und Schlafzimmer brauchte es auf jeden Fall. Ein adeliges Paar bewohnte zwei getrennte Appartements. Das war auch beim Weikersheimer Grafenpaar so. Die Räume des Grafen liegen alle hintereinander aufgereiht, man nennt diesen Aufbau „Enfilade“. Zugleich ist jedes Zimmer vom Korridor aus zugänglich – praktisch für die Dienerschaft.

Die Audienzzimmer des Grafen und seiner Gattin sollten mit ihrer Ausstattung Besucher beeindrucken.

Prunkbett der Fürstin, Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Das Bett der Fürstin.

SCHLAFZIMMER MIT PRUNKBETT

Schloss Weikersheim ist ungewöhnlich reich an originalen Betten des 18. Jahrhunderts. Das ist sehr selten. Verloren war allerdings das Bett des Grafen, da sein Schlafzimmer nach seinem Tod umgebaut worden war. Wo sein Bett genau stand, ist sicher: An der Decke hat sich der Haken erhalten, an dem der Betthimmel einst aufgehängt war. 2011 konnte das Schlafzimmer wieder komplett einrichtet werden. Grundlage für die Rekonstruktion des Prunkbettes waren Fragmente eines anderen Barockbettes, die sich im Schloss erhalten haben.

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