Schatzkästchen der Renaissance und des Barock

Schloss und Schlossgarten Weikersheim

ELEGANTES AUSFLUGSZIEL IM SCHLOSSGARTEN

DAS TEEHAUS

Dass sich das Teehaus in der Südwestecke des Schlossgartens erhalten hat, ist etwas Besonderes. Graf Carl Ludwig ließ es 1715 errichten. In einem eleganten Salon im Obergeschoss tranken die Herrschaften Tee aus feinem ostasiatischem Porzellan. Das war die große Mode der Zeit.

Teehaus im Nebel, Schlossgarten Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

In der gehemnisvollen Grotte empfand man ein wohliges Gruseln.

GROTTE MIT WASSERSPIELEN

Ein ungewöhnlicher Raum ist die Grotte im Erdgeschoss des Teehauses. Im Barock liebte man solche künstlichen Höhlen. In vielen Gärten und Schlössern gab es damals solche Orte, in denen das Geheimnisvoll-Wilde der dunklen Unterwelt kunstvoll gestaltet war – und obendrein für überraschende Effekte mit Licht und Wasser genutzt wurde. Im Weikersheimer Teehaus spuckten kleine Vögel von einem steinernen Muschelschalenbrunnen aus Wasserstrahlen. Außerdem konnten die Figürchen pfeifen.

TIPP

Das Teehaus ist seit 2010 restauriert und wieder zugänglich. Bei Sonderführungen können Sie dieses Schmuckstück des Barockgartens erleben.