Personifikation des Wassers, Statue, Schlossgarten Weikersheim

Antike Götter und Helden als Gesellschaft für den Grafen

Die Figuren im Schlossgarten

Außergewöhnlich vollständig erhalten sind die Figuren des Schlossgartens von Weikersheim. Manche der über hundert Sandsteinskulpturen kamen später aus anderen Gärten dazu, etwa vom Carlsberg. Alle entstanden ab 1708 in der Werkstatt von Johann Jakob Sommer in Künzelsau.

Neptunfigur, Schlossgarten Weikersheim

Neptun wacht über das Schloss.

Götter und Planeten im Grünen

Gestalten der antiken Mythologie bevölkern den Schlossgarten. Im Zentrum des Parterres wachen rund um Herkulesbrunnen diejenigen Götter, die zugleich Planeten symbolisieren: Diana als Mond, Venus, Mars, Jupiter, Merkur, Saturn. Neptun kam erst später dazu – im 18. Jahrhundert war dieser Planet noch nicht entdeckt. An den Ecken des Parterres stehen Sinnbilder der vier Winde, am Eingang zur Mittelachse der vier Elemente. Eine Besonderheit im Schlossgarten von Weikersheim ist die drollige Zwergengalerie.

Herkulesbrunnen vor Schloss Weikersheim

Die Herkulesfigur verdeutlicht das Selbstverständnis des Grafen.

Der Graf als unsterblicher Held und Halbgott

Herkules, der sich im Zentrum des Gartens befindet, ist ein Halbgott. Sein Vater ist der Gott Jupiter und seine Mutter die sterbliche Alkmene. So steht Herkules von Geburt an zwischen den sterblichen Menschen und den Göttern. Am Ende seines Lebens wird er schließlich auf Grund seiner Heldentaten in den Kreis der Götter aufgenommen. Das macht ihn zum idealen Vorbild des barocken Herrschers, denn Herkules erreicht die Unsterblichkeit durch seine Taten. Die vornehme Welt war mit der antiken Mythologie vertraut und konnte den Figurenschmuck deuten!

Schlossgarten Weikersheim

Viele Figuren bevölkern den Garten.

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Die Zwergengalerie

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