Innenhof von Schloss Weikersheim

Viele Bauherren prägen die Residenz

Die Gebäude

Wenn man den Schlosshof betritt, präsentiert sich Weikersheim als Renaissance-Schloss. Kaum zu erkennen ist die Burg des Mittelalters, von der sich im 70 Meter hohen Turm Reste erhalten haben. Ebenso wenig zeigen sich die Prunkräume, die das Schloss zur barocken Residenz machten.

Der Rittersaal von außen

Der Rittersaal von außen.

Der Saalbau, ein Prachtbau der Renaissance

Der erste Blick beim Betreten des Hofes fällt auf den großen Saalbau mit seinem mächtigen Renaissance-Giebel, errichtet um 1600 unter Graf Wolfgang II. und Gräfin Magdalena. Die großen Fenster zeigen, dass der Rittersaal den größten Teil des Baus einnimmt. Davor liegt über Arkaden ein Altan, eine repräsentative Terrasse. Vom Hof aus führt der Zugang durch den mittleren Bogen der Arkaden zum Schlossgarten.

Wo die gräfliche Familie wohnte

Der Bau, durch den man den Schlosshof betreten hat, ist der zur Stadt hin liegende Neue Hauptbau oder Langenburger Bau. Hier beginnt im Erdgeschoss die Schlossführung. In den oberen beiden Stockwerken befinden sich seit dem 18. Jahrhundert die gräflichen Wohnungen. Der Langenburger Bau wurde erst vollendet, als Graf Carl Ludwig und Gräfin Elisabeth Friederike Sophie in Weikersheim residierten.

Schloss Weikersheim: Laborraum, Kupferstich, um 1580

Ein alter Kupferstich zeigt das Treiben im Laborraum.

Unvollendeter Küchenbau

Rechts an den Saalbau schließt der kurze und sichtbar unvollendete Küchenbau an. Er enthält kostbare Renaissance-Wohnräume im Obergeschoss. Im Erdgeschoss lag einst die Schlossküche – daher der Name. Heute macht hier die Ausstellung „Alchemie in Weikersheim“ mit einem ungewöhnlichen Kapitel der Geschichte bekannt. Die dritte, offene Seite des dreieckigen Hofes nehmen der Prinzessinnenbau und der niedrigere Beamtenbau ein. Hier hat die Musikakademie „Jeunesses Musicales Deutschland“ ihren Sitz.

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