Panoramablick über den Schlossgarten auf Schloss Weikersheim

Ein höfischer Kosmos

Wissenswert und amüsant

Seit dem Mittelalter residierten immer wieder Grafen von Hohenlohe in Schloss Weikersheim. Von hier aus wurde die Grafschaft verwaltet. Als Sitz der Herrscherfamilie strahlte Schloss Weikersheim weit in die Region aus. Das ist heute noch zu sehen.

Allianzwappen, Detail an einem Ofenschirm, Schloss Weikersheim

Das Allianzwappen Hohenlohe-Oettingen an einem Ofenschirm.

Wer sind die Hohenlohe?

Die Hohenlohe haben über Jahrhunderte eine ganze Region geprägt und ihr ihren Namen gegeben. Die Adelsfamilie überzog ihr ganzes Herrschaftsgebiet im Osten des heutigen Baden-Württembergs mit einer Vielzahl von Schlössern. Seit dem Mittelalter gestaltete die Familie die Region: Als Landesherren förderten sie die Wirtschaft und richteten Schulen ein. Sie sorgten dafür, dass Hohenlohe sich im 16. Jahrhundert der Reformation anschloss. Als Auftraggeber zogen sie Künstler und Gelehrte ins Land.

Vom Grafenschloss in die Gegenwart

Der Familienzweig, der in Weikersheim residierte, starb am Ende des 18. Jahrhunderts aus. Das Schloss wurde nicht mehr benötigt. Vollends ohne Funktion war es, als am Beginn des 19. Jahrhunderts die Grafschaft die Unabhängigkeit verlor und zum neuen Königreich Württemberg kam. Im 20. Jahrhundert erwachte das touristische Interesse an dem wohlerhaltenen Monument. In den 1960er-Jahren kaufte das Land Baden-Württemberg das Schloss.

Besuchergruppen im Schlossgarten Weikersheim

Ein Besuch in Weikersheim lohnt zu jeder Jahreszeit.

Das Schloss wieder kulturelles Zentrum der Region

Seither hat Schloss Weikersheim wieder seine historische Funktion als kultureller Anziehungspunkt übernommen – wie in früheren Jahrhunderten, als hier die Residenz der Grafen war. Viele tausend Menschen suchen in diesem fast unveränderten Schloss die lebendige Begegnung mit der Geschichte. Besondere kulturelle Strahlkraft entfaltet der einstige Regierungssitz beim „Hohenloher Kultursommer“ oder bei den Opern und Musikfesten der Akademie „Jeunesses Musicales“.

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