Schatzkästchen der Renaissance und des Barock

Schloss und Schlossgarten Weikersheim

EINE VORNEHME FÜRSTIN IN HOHENLOHE

ELISABETH FRIEDERIKE SOPHIE

VON OETTINGEN-OETTINGEN

Gräfin Elisabeth Friederike Sophie von Oettingen-Oettingen (1691–1758) war eine Cousine der Kaiserin und von höherem Stand als ihr Mann, der Graf. Sorgfältig ausgebildet, prägte sie Schloss Weikersheim und seine Umgebung durch ihr Wissen, ihren Geschmack und ihren Kunstsinn.

Bildnis des Carl Ludwig Graf von Hohenlohe, Pastel von J.G. Günther, 1753, Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Ihr Ehemann hatte einen niedrigeren Adelsrang.

WOHER STAMMTE DIE FÜRSTIN?

Elisabeth Friederike Sophie wurde als Prinzessin von Oettingen-Oettingen geboren, ihr Vater war kaiserlicher Generalfeldmarschall, ihre Mutter Prinzessin von Hessen. Nach einer sorgfältigen Erziehung bis ins 21. Lebensjahr kam es im Jahr 1713 zur Vermählung der Prinzessin mit dem Grafen Carl Ludwig. Der Bräutigam aus Hohenlohe war 18 Jahre älter als sie. Fürstin Elisabeth Friederike Sophie stand im Adelsrang höher als ihr Mann, der nur Graf von Hohenlohe-Weikersheim war.

Porzellan und Fayence-Ofen im Audienzzimmer, Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Die Fürstin liebte Porzellan aus aller Welt.

WAS SAMMELTE EINE FÜRSTIN?

Die gebildete Fürstin brachte aus ihrem Elternhaus ein starkes Interesse für Kunst und Kunsthandwerk mit. In Schloss Weikersheim trug sie vielfältige Sammlungen zusammen, vor allem von kostbarer Keramik aus Ostasien, aber auch von Fayencegeschirr aus der nahen Manufaktur von Ansbach. Kaum einschätzen kann man, wie viel von den vielfältigen Bauprojekten in und um Weikersheim auf ihre Initiative zurückging oder von ihr stark beeinflusst wurde.

Portrait der Gräfin Elisabeth Friederike Sophie; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Schwere Schicksale überschatteten das Leben der Fürstin.

WAS WAR IHRE WICHTIGSTE AUFGABE?

Alle erwarteten von ihr, dass sie die Nachfolge sicherte. 1716 kam ein Sohn zur Welt, Albrecht Ludwig Friedrich. Eine Tochter starb als Säugling, alle übrigen Schwangerschaften endeten mit Fehlgeburten. 1744 starb der einzige Sohn bei einem Reitunfall, ein schwerer Verlust. Bereits drei Jahre zuvor hatte sie einen Schlaganfall erlitten. 1756 starb Carl Ludwig, die Gräfin folgte ihm zwei Jahre später im Alter von 67 Jahren. Mit ihrem Tod endet die Geschichte von Schloss Weikersheim als Residenz.

TIPP

Besuchen Sie die Ausstellung „Allerhand Kostbarkeyten“ im Küchenbau des Weikersheimer Schlosses: Hier können Sie die Liebhabereien und Kostbarkeiten, die die Fürstin Elisabeth Friederike Sophie zusammengetragen hat, im Detail bestaunen.

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