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A Renaissance and Baroque delight

Weikersheim Palace and Garden

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, Garten, Aurikeltheater; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Sonja Wünsch
Pflanzenpräsentation vom 8. April bis 10. Mai 2020

Aurikeltheater

Der Kastellangarten von Schloss Weikersheim wird vom 8. April bis 10. Mai von der Aurikel, einer Modepflanze des Barock, geschmückt. Die Topfblumen werden wie damals auf überdachten Holzregalen präsentiert. Diese sogenannten Aurikeltheater werden heute nach historischem Vorbild gebaut.

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, Garten, Aurikeltheater; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Weikersheim

Überdachte Regale im Kastellangarten.

Farbenfrohe Frühblüher in Weikersheim

Insbesondere im Barock nahmen Gartenaurikeln eine herausragende Stellung in den herrschaftlichen Pflanzensammlungen ein. Die Frühblüher bringen bei einer Pflanzenpräsentation im Garten von Schloss Weikersheim Farbe ins Spiel. Vom 8. April bis 10. Mai werden die außergewöhnlichen Topfblumen in überdachten Holzregalen, dem sogenannten Aurikeltheater, gezeigt.

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, Garten, Aurikeltheater; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Peter Kessler

Holzregale wie im Barock.

Ein Dach für die empfindliche Blüte

Dass die Besucherinnen und Besucher zu sehen bekommen, was zur Zeit des Grafen Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim (1674–1756) gezeigt wurde, hat in Weikersheim Tradition. Die Aurikeln werden auf überdachten Holzregalen, genannt Aurikeltheater, ausgestellt. Wie die adeligen Damen ihren vornehmen blassen Teint im Freien durch Sonnenschirme beschatteten, so schützte man die empfindlichen Aurikelblüten vor Regen und Sonnenlicht.

Höfische Modepflanze des 17. und 18. Jahrhunderts

Im Garten von Schloss Weikersheim waren nicht nur repräsentative Pflanzen wie Zitrusbäume, Lorbeer und Agaven zu finden, sondern auch Aurikeln. Aufschluss darüber gibt eine Garteninventarliste von 1745. Diese nennt Aurikeln in einem Satz mit Nelken. Groß in Mode war die auch unter dem Namen Bärenöhrchen bekannte Primelart im 17. und 18. Jahrhundert. Die aus dem österreichischen Alpenraum stammende Naturhybride fand vor allem durch holländische Handelsgärtner weite Verbreitung. Über Lüttich kamen die farbenfrohen Frühblüher nach Holland und England und von dort aus in mitteleuropäische Herrschaftsgärten.

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Große Sortenvielfalt ist Programm.

Ursprung der Pflanze im Himalaya

Primeln zierten schon mittelalterliche Gärten. 1561 nennt Konrad Gessner die Aurikel in seinem Werk „Horti Germaniae“. Ihr lateinischer Name lautet Primula x pubescens. Die Ursprünge der rund 300 Arten liegen in Ostasien und im Himalaya. In Europa sind 15 bis 20 Arten heimisch, vorwiegend im Alpenland. Die Blume ist aus zwei alpinen Primeln hervorgegangen. Systematische Züchtungen begannen in Lüttich. Die Zentren der Aurikelzucht waren aber Holland und England.

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Wie die adeligen Damen ihren vornehmen Teint im Freien durch Sonnenschirme beschatteten, so schützte man die Aurikelblüten vor Regen und Sonnenlicht.

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, Garten, Aurikeltheater; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Sonja Wünsch

Damals der Stolz der Adeligen.

Vielgestaltig durch Züchtungen

Die Aurikelzucht blühte im 17. und 18. Jahrhundert. Kuriose Farben und extravagante Blütenformen waren das Ergebnis und trugen zur Beliebtheit der Topfpflanze im Barock bei. Die Farbpalette der Blüten reicht von Schwarz und Rot über Rosa bis hin zu Gelb und Weiß. Durch intensive Züchtungen entstanden neben ungefüllten und einfarbigen Blüten auch gefüllte, mehrfarbige, geflammte, bemehlte und sogar grüne Blüten. Es war der Stolz der Adeligen, möglichst viele Züchtungen zu besitzen.

SERVICE

Aurikeltheater

Pflanzenpräsentation im Kastellangarten

Veranstaltungsort

Schloss und Schlossgarten Weikersheim
Marktplatz 11
97990 Weikersheim

Telefon +49(0)79 34.9 92 95-0
Telefax +49(0)79 34.9 92 95-12
info@schloss-weikersheim.de

Termin

Mittwoch, 8. April 2020 bis Sonntag, 10. Mai 2020

Öffnungszeiten

Täglich von 9.00 – 18.00 Uhr (letzter Einlass 18.00 Uhr)

Eintritt

Erwachsene 3,50 €
Ermäßigte 1,80 €
Familien 8,80 €
Gruppen (ab 20 Personen) pro Person 3,10 €
Der Eintritt zur Pflanzenpräsentation ist im Eintritt zum Schlossgarten enthalten.