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Joyau de la Renaissance et du Baroque
Château et parc de Weikersheim

mardi, 5. mai 2020

Château et Parc de Weikersheim | Généralités

Der „Ruin“ von Weikersheim im Fokus der Forschung. Neue Publikation erschienen

Im Juni 2018 luden die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zur wissenschaftlichen Tagung nach Schloss Weikersheim. Nach dem großen Tagungsband wird jetzt wird ein weiteres Thema des Symposiums in einer eigenen Publikation präsentiert: der „Ruin“, ein herrschaftlicher Lustgarten des 18. Jahrhunderts. Im Zentrum des gräflichen Gartens in Weikersheim stand eine künstliche Ruine. Der Band, herausgegeben von den Staatlichen Schlössern und Gärten, liefert neueste Forschungsergebnisse zur wechselhaften Geschichte des Bauwerks: vom gräflichen Lusthaus zur Villa des Fabrikanten Laukhuff – 200 Jahre Weikersheimer Geschichte, bis der Krieg 1945 alles in Schutt und Asche legte. Die eindrucksvolle Publikation ist ab dem 7. Mai für 7,95 € an der Kasse von Schloss Weikersheim und im Buchhandel erhältlich.

ERSTMALIGE ERFORSCHUNG DER ANLAGE

Das Schloss der Grafen von Hohenlohe ist in seinem einzigartigen Erhaltungszustand ein Juwel der Schlösserlandschaft Baden-Württembergs und wird mit der im vergangenen Jahr erschienenen Publikation „Schloss Weikersheim“ gewürdigt. Jetzt vervollständigt der Band zum „Ruin als herrschaftlicher Lustgarten“ die umfassenden und aktuellen Forschungen zur ehemaligen Hohenlohe-Residenz. Basierend auf umfangreichen Archivrecherchen präsentiert der Autor Helmut Wörner erstmals ein detailreiches Bild der ungewöhnlichen barocken Anlage aus dem 18. Jahrhundert als Teil der fürstlichen Architektur in Weikersheim.

 

DER „RUIN“: 200 JAHRE WEIKERSHEIMER GESCHICHTE

Der Stammsitz der Hohenlohe avancierte über die Jahrhunderte zu einer prächtigen Residenz mit zahlreichen Schloss- und Gartenanlagen in und um Weikersheim, entstanden in der Zeit von Graf Carl Ludwig (1674–1756). Die jüngste und zugleich unbekannteste dieser Anlagen ist der Garten mit dem Lusthaus des sogenannten „Ruins“, verwirklicht unter Erbgraf Albrecht Ludwig Friedrich im Jahr 1743. Das Erscheinungsbild von Bauwerk und Garten, die Fragen nach dem Schöpfer, der Funktion und möglichen Vorbildern sowie die weitere Geschichte der Anlage nach dem Erlöschen des Hauses Hohenlohe-Weikersheim 1756 sind die Themen der Publikation. Beleuchtet werden insbesondere die zahlreichen Verkäufe und Besitzer des „Ruins“ nach 1770, dessen Charakter als herrschaftliches Bauwerk im 19. Jahrhundert erhalten blieb. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude noch einmal zu einer repräsentativen Villa ausgebaut. Die vollständige Zerstörung bei einem Artillerieangriff im April 1945 und die später erfolgende Überbauung des gesamten Areals tilgten jedoch alle Spuren der Vergangenheit.

 

UMFANGREICHE ARCHIVRECHERCHEN DES AUTORS
Umfassende Recherchen im Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein ermöglichten dem Autor und wissenschaftlichen Bearbeiter der Publikation, Helmut Wörner, geboren 1959, Mitarbeiter des Hohenlohe-Zentralarchivs, die historischen Fakten zu dem „Ruin“ zusammenzutragen und mit beeindruckenden neuen Erkenntnissen zu seiner Geschichte zu versehen. Bemerkenswert ist auch die Bebilderung des 78-seitigen Bandes, die ebenfalls hauptsächlich aus Archivbeständen stammt und zum Teil erstmalig dokumentiert wird. Ein Orts- und ein Personenregister erschließen die Publikation.

 

DIE DATEN DES BUCHS
Helmut Wörner: Der „Ruin“ als herrschaftlicher Lustgarten und seine illustre Geschichte. Hrsg. von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg. 78 Seiten, 27 Abbildungen, Verlag Edition Schröck-Schmidt, Altlußheim.

ISBN 978-3-945131-30-5, 7,95 €. 

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