EIN IDEALER BAROCKGARTEN VOLLER SCHÄTZE DIE ANLAGE

Im Schlossgarten von Weikersheim ergänzen sich, typisch für einen barocken Lustgarten, Regelmäßigkeit, Symmetrie und reiche Vielfalt. Buchshecken rahmen bunt blühende Rabatten, Kübelpflanzen und Sandsteinfiguren setzen Akzente. Krönender Abschluss des Gartens ist die Orangerie.

Schloss und Schlossgarten Weikersheim, Blick zur Orangerie

Der Herrscher gibt der Natur Form, Gestalt, Schönheit und Harmonie.

DER BAROCKE LUSTGARTEN ALS KOSMOS

Ohne Schlossgarten bleibt eine Residenz Fragment: In ihm erst erhält der Herrscher einen Platz in der Gesellschaft der Unsterblichen. Der Garten war das Terrain, auf dem der Herrscher seine absolute Macht zeigen konnte, fast mehr noch als in allen anderen Bereichen des Schlosses. Denn dort war man ja bereits in der künstlichen Welt des Innenraums, kostbar und formvollendet: ein von Menschen geschaffenes Kunstwerk. Im Garten aber war das Gegenüber die Natur, der Kosmos – und auch die fügen sich der Macht des Potentaten. Der Herrscher besiegt die Natur und gibt ihr, gleich einem Gott, Form, Gestalt, Schönheit, Harmonie.

Schloss und Schlossgarten Weikersheim, Garten im Herbst

Götter der Antike schmücken als Steinfiguren den barocken Schlossgarten.

DAS GRÖSSTE PROJEKT DES GRAFEN

Der barocke Schlossgarten ist der Traum von Graf Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim und seiner Frau Fürstin Elisabeth Friederike Sophie. Die beiden machten aus Weikersheim eine barocke Residenz mit allem, was zu einem vornehmen Auftritt gehörte. Dem Grafen Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim war der Garten so wichtig, dass er gleich nach seinem Regierungsantritt 1708 die notwendigen Aufträge an Handwerker und Künstler vergab. Der Garten war nichts anderes als eine Fortsetzung des Schlosses im Grünen und bot Festsäle im Freien. Das gräfliche Paar scheute keine Kosten – so sehr, dass die Finanzen der kleinen Grafschaft mehr als strapaziert waren.

Schloss und Schlossgarten Weikersheim, Herkulesbrunnen

Der Herkulesbrunnen inmitten dem blühenden Garten von Schloss Weikersheim.

FUNKELNDE BRUNNEN UND BASSINS SPIEGELN DEN HIMMEL

Der Schlossgarten von Weikersheim ist reich dekoriert und ausgestattet. Das ist typisch für einen barocken Schlossgarten. Spiegelnde Wasserflächen und lebendige Springbrunnen gehören dazu. In Weikersheim konnten die Becken, die im Lauf der Jahrhunderte verloren gegangen waren, nach und nach durch archäologische und historische Untersuchungen wieder hergestellt werden. Besonders effektvoll ist das große Bassin am Ende des Gartens: Seine Wasserfläche spiegelt die Orangerie.

Den idealen Weikersheimer Barockgarten hielten Maler im Rittersaal fest.

Personifikation des Wasser, Statue, Schloss Weikersheim

Die Personifikation des Wassers.

DER GRAF UND DIE ANTIKEN GÖTTER

Weikersheim ist berühmt für die vielen originalen Figuren aus dem 18. Jahrhundert. Die Sandsteinskulpturen spielen auf die Götter- und Sagenwelt der griechischen und römischen Antike an. Wer damals zur vornehmen Gesellschaft gehörte, konnte diese Anspielungen lesen und deuten. Graf Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim verglich sich wie alle Herrscher des Barock mit den Göttern und Helden der Antike. Ein ungewöhnlicher Kontrast dazu sind die berühmten Zwerge des Schlossgartens.

Verschiedenste Figuren mit unterschiedlichen Rollen bevölkern den Schlossgarten.

Der Kauf eines Aurikel-Gewächshauses für den Schlossgarten Weikersheim im Jahr 2010 wurde mit der Unterstützung der Staatlichen Toto Lotto GmbH Baden-Württemberg realisiert. Sehen Sie sich auch die anderen Projekte an, an denen Toto Lotto beteiligt war: 

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