Schatzkästchen der Renaissance und des Barock

Schloss und Schlossgarten Weikersheim

GUT VERPACKT DURCH DEN WINTER

DAS EINHAUSEN DER

SANDSTEINFIGUREN

Die Skulpturen im Weikersheimer Schlossgarten sind die Wintermonate über nicht zu sehen. Der Grund: Sie sind mit von Planen bespannten Gerüsten umgeben, die sie vor Frost und Witterung schützen. Seit der Barockzeit werden so die Figuren im Schlossgarten für den Winter vorbereitet.

Gut geschützt in der Orangerie; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, OV Weikersheim

Gut geschützt in der Orangerie.

KOSTBARES GUT

Weikersheim ist berühmt für seine Figuren aus dem 18. Jahrhundert. Die über 100 Skulpturen bilden ein bedeutendes Schmuckelement in der Gartenanlage. Gearbeitet sind die barocken Skulpturen aus dem weichen regionalen Sandstein, der extrem witterungsanfällig ist. Die zahlreichen Kübelpflanzen überwintern in der Orangerie. Doch die steinernen Skulpturen können nur schwer von ihrem Standort entfernt werden. Daher werden die kostbaren historischen Originale seit einigen Jahren vollständig abgedeckt.

Von einem Gerüst umgeben; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Sonja Wünsch

Von einem Gerüst umgeben.

EINE LANGE TRADITION

Das Einhausen von Sandsteinfiguren ist eine Form, die kostbaren Figuren zu schützen, die seit der Barockzeit praktiziert wird. Sie ist jedoch meist mit großem Aufwand verbunden: Um jede einzelne Figur wird ein Gerüst aufgestellt, das die Skulptur nicht berühren darf. Das Gerüst wird dann von einer Plane umhüllt. Früher wurden diese Gerüste aus Holz erstellt, heutzutage wird neben Holz auch Metall und Kunststoff verwendet. Die Planen sind aus Textil oder Kunststoff.

Schloss Weikersheim, Schlossgarten während des Aushausens; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Sonja Wünsch

Wieder Licht und Luft.

WENN DER FRÜHLING KOMMT

Wenn der Frühling vor der Tür steht, werden die Skulpturen wieder ausgepackt: Dies ist meist Ende März der Fall. Dagegen muss man mit den empfindlichen Kübelpflanzen bis nach den Eisheiligen Mitte Mai warten, erst dann werden sie wieder ins Freie geräumt. Der Schutz der Skulpturen und das Versorgen der Kübelpflanzen – beides hat eine lange Tradition. Seit der Zeit der Grafen von Hohenlohe-Weikersheim im 18. Jahrhundert hat sich in diesem Punkt das Arbeitsprogramm für die Schlossgärtner kaum verändert.

Der Schlossgarten im Frühling – wieder von den Einhausungen befreit.

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