Schatzkästchen der Renaissance und des Barock

Schloss und Schlossgarten Weikersheim

Rosengarten von Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert
IN DEN SOMMERMONATEN WUNDERBAR DUFTEND

DER ROSENGARTEN

Der Rosengarten liegt im äußeren Schlosshof und damit am Zugang zu Schloss Weikersheim. Er ist eine Facette im Reichtum des berühmten historischen Schlossgartens.

Historischer Entwurfsplan Rosengarten; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Hartmut Troll

Der Entwurfsplan von Matthäus Lebl.

VON MATTHÄUS LEBL ENTWORFEN

Der Schlossgarten von Weikersheim ist wie jeder Garten stets im Wandel. Der Rosengarten, eine kleine Anlage mit Blühsträuchern und Rosen, wurde 1863 als Weikersheim schon lange keine Hohenlohe-Residenz mehr war, nach den Plänen des Hofgärtners Matthäus Lebl an der Stelle eines abgebrochenen Wirtschaftsgebäudes zwischen Schloss und Marstall angelegt. Hofgärtner Matthäus Lebl plante einen Rosengarten im landschaftlichen Stil, von dem ein farbiger Entwurfsplan erhalten ist.

Gestaltung des Rosengartens; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, OV Weikersheim

Gehegt und gepflegt: die geliebten Rosen.

URSPRÜNGLICH MIT GESCHLÄNGELTEN WEGEN

Der Gärtner hatte eine Gliederung durch geschlängelte Wege vorgesehen, dazu Rasenflächen mit einer lockeren Baumbepflanzung und blühenden Sträuchern. Nach Erkenntnissen des Gartentheoretikers Clemens Alexander Wimmer war dieses Kompositionsprinzip zur Entstehungszeit der Anlage recht neuartig. Dem Hofgärtner Lebl hatten es die Rosenbäumchen angetan. Er schrieb: „Man kann sich nichts Schöneres auf einem Rasenplatz denken, als eine hochstämmig gezogene Trauerrose, die im Sommer von Tausenden von Blumen bedeckt ist.“

MIT SKULPTUREN ERGÄNZT

Mitte des 20. Jahrhunderts kam noch ein weiteres Element im Rosengarten hinzu: Sandsteinskulpturen aus dem Garten des Lustschlosses auf dem Carlsberg kamen nach Schloss Weikersheim und wurden dort aufgestellt.

Schloss Weikersheim mit Rosengarten; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Liebevoll angelegte Beete und Wege.

DER HOFGÄRTNER UND SEINE ROSENBÄUMCHEN

Im Jahr 1973 wurde im Rosengarten ein rechteckiges Wegemuster mit Buchseinfassung angelegt – eine klare Abweichung vom Originalentwurf Lebls. Jetzt wird Schritt um Schritt versucht den alten Zustand wieder herzustellen. Momentan ist die aktuelle Pflanzung eine Zwischenlösung und orientierte sich an Duft, Farbe und langer Blühdauer. Perspektivisch wird sich die Wahl der Pflanzen und die Gestaltung wieder mehr am 19. Jahrhundert orientieren.